Paul Strecker Stiftungs-Satzung

 

§ 1

Name der Stiftung

  1. Die Stiftung trägt den Namen Paul Strecker-Stiftung.
  2. Sie ist eine rechtsfähige öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts, die öffentliche Zwecke verfolgt und auf unbestimmte Zeit errichtet wird.

 



§ 2

Sitz der Stiftung

Die Stiftung hat den Sitz in Mainz.



§ 3

Stiftungszweck

  1. Zweck der Stiftung ist die Förderung junger Künstler auf dem Gebiet der Malerei durch

    1. Vergabe von Stipendien zum Studium an in- und ausländischen Hochschulen und Ausbildungsstätten,
    2. Unterstützung von theoretischen und/oder praktischen Fortbildungsmaßnahmen im In- und Ausland,
    3. Erteilung von Aufträgen und Beihilfen jeglicher Art zu einzelnen künstlerischen Vorhaben,
    4. Organisation und Veranstaltung von Ausstellungen, soweit sich diese im Rahmen von § 68 der Abgabenordnung 1977 halten,
    5. die Aktualisierung, Pflege und Verbreitung des Schaffens von Paul Strecker,
    6. sowie durch Vornahme und Förderung aller Maßnahmen, die geeignet sind, dem Stiftungszweck zu dienen.
  2. Die Stiftung verfolgt somit ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
  3. Die Stiftung erfüllt ihre Aufgabe aus den Erträgen des Stiftungsvermögens und mit Zuschüssen Dritter.

 



§ 4

Stiftungsvermögen

  1. Das Stiftungsvermögen besteht aus einem Kapitalgrundstock in Höhe von fünfzigtausend Deutschen Mark, der in seinem Bestand nicht angegriffen werden darf.
  2. Die Erträgnisse des Stiftungsvermögens sowie die Zusendungen Dritter dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke Verwendung finden. Sie brauchen ohne zwingende Notwendigkeit nicht jedes Jahr ausgegeben zu werden; sie dürfen – falls es ihre Höhe erlaubt – auch zur Aufstockung des Stiftungsstockes verwendet werden.
  3. Das Stiftungsvermögen ist mündelsicher anzulegen.

 



§ 5

Vorstand

  1. Die Geschäftsführung wird ehrenamtlich durch einen aus 4 Mitgliedern bestehenden Vorstand wahrgenommen. Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden, dem Stellvertretenden Vorsitzenden, Schatzmeister und Schriftführer und übt sein Amt auf die Dauer von 4 Jahren aus. Wiederwahl ist zulässig. Nach Ablauf der Amtszeit führt der amtierende Vorstand die Geschäfte bis zu Wahl des neuen Vorstandes fort. Der Vorstandsvorsitzende beruft die Sitzungen ein und leitet diese.
  2. Der erste Vorstand wird von dem Gründer berufen. Mindestens zwei Vorstandsmitglieder sollen hervorragende Vertreter der Bildenden Kunst oder ihrer Institutionen sein.
  3. Der Vorstand beschließt über alle Angelegenheiten der Stiftung, soweit durch die Satzung nichts anderes bestimmt ist, ggf. schriftlich im Umlaufverfahren. Beschlüsse des Vorstandes werden durch Mehrheitsbeschluss gefasst. Kommt eine Mehrheit nicht zustande, so hat der Vorsitzende das Recht, den betreffenden Antrag dem Kuratorium zu Abstimmung vorzulegen.
  4. Die Mitglieder des Vorstandes sind ehrenamtlich tätig.

 



§ 6

Ausscheiden von Vorstandsmitgliedern

  1. Vorstandsmitglieder können ihr Amt jederzeit niederlegen.
  2. Das Kuratorium hat das Recht, den Vorstand sowie einzelne seiner Mitglieder vom Vorstand zu entbinden. Hierzu ist ein Beschluss von mindestens zwei Dritteln aller Kuratoriumsmitglieder erforderlich. Der Beschluss darf erfolgen, wenn zugleich ein Nachfolger ernannt wird. Der neue Vorsitzende sowie neue Vorstandsmitglieder werden vom Kuratorium durch einfachen Mehrheitsbeschluss berufen.
  3. Wird ein Kuratoriumsmitglied in den Vorstand gewählt, so scheidet es aus dem Kuratorium aus.

 



§ 7

Aufgaben des Vorstandes/ Geschäftsführung

  1. Der Vorstand verwaltet die Stiftung. Er hat insbesondere folgende Aufgaben:

    1. Verwaltung des Stiftungsvermögens
    2. Zuwendungen aus dem Stiftungsmitteln
    3. Die Schriftführung und das Abrechnungswesen der Stiftung.
  2. Der Vorstand vertritt die Stiftung gerichtlich und außergerichtlich mit dem jeweiligen 1. Vorsitzenden und einem weiteren Vorstandsmitglied.
  3. Die verfügbaren Mittel sind bei Bedarf ausschließlich und unmittelbar dem Stiftungszweck zuzuführen, sie müssen jedoch nicht binnen eines bestimmten Zeitraumes verausgabt werden. Die Mittel sind sparsam zu verwenden. Über alle Eingänge und die Verwendung der Mittel ist sorgsam Buch zu führen.
  4. Der Geschäftszeitraum entspricht zwei aufeinander folgenden Kalenderjahren, beginnend mit dem auf das Jahr der Genehmigung der Stiftung folgenden Jahr. Für diese Zeit ist ein Haushaltsplan aufzustellen.
  5. Der Vorstand beauftragt in zweijährigem Turnus einen ehrenamtlichen Kassenprüfer mit der Prüfung der Geschäftsführung.

 



§ 8

Kuratorium

  1. Der Gründer beruft erstmals geeignete Persönlichkeiten, die das Kuratorium bilden. Das Kuratorium besteht aus mindestens fünf, höchstens neuen Mitgliedern.
  2. Dem Kuratorium sollen nach Möglichkeit folgende Mitglieder angehören:

    1. ein Vertreter des Kultusministeriums Rheinland-Pfalz
    2. ein Vertreter der Stadt Mainz
    3. ein Vertreter des Landesmuseums
    4. ein Vertreter des Gutenberg-Museums
    5. ein Galerist
    6. ein Kunsthistoriker
    7. ein Mitglied der Familie Strecker
    8. ein Kunstschriftsteller.
  3. Nach seiner Einsetzung durch den Gründer kann das Kuratorium durch einen Zwei-Drittel-Mehrheitsbeschluss der anwesenden Mitglieder neue Kuratoriumsmitglieder hinzuwählen oder alte abberufen.
  4. Das Kuratorium fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der anwesenden bzw. vertretenen Mitglieder. Es ist beschlussfähig, wenn mindestens fünf seiner Mitglieder anwesend sind. Für Themen, die auf der Tagesordnung stehen, ist Stimmvertretung durch ein anderes Mitglied des Kuratoriums oder schriftliche Stellungnahme zulässig.
  5. Das Kuratorium hat das Recht, aus seiner Mitte einen Sprecher als seinen Vertreter gegenüber Dritten und gegenüber dem Vorstand zu wählen.
  6. Bis auf den in § 6 Ziff. 3 geregelten Fall unterliegt die Amtszeit der Kuratoriumsmitglieder keinen Beschränkungen.

 



§ 9

Aufgaben des Kuratoriums

  1. Das Kuratorium hat den Vorstand alljährlich zu entlasten und insbesondere auch laufend zu prüfen, ob die Zuwendungen aus dem Stiftungs-Vermögen auch der Stiftungs-Satzung entsprechen.
  2. Das Kuratorium kann Vorschläge für Zuwendungen machen, doch verbleibt die Entscheidung beim Vorstand.
  3. Im übrigen hat das Kuratorium die in § 8 gekennzeichneten Aufgaben zu erfüllen.
  4. Das Kuratorium tritt einmal im Jahr zusammen. Die Einberufung erfolgt durch den Stiftungsvorstand. Drei Mitglieder des Kuratoriums können verlangen, dass der Stiftungsvorstand eine außerordentliche Kuratoriumssitzung einberuft. Die Ladungsfristen betragen vier Wochen.

 



§ 10

Stiftungsmittel

  1. Stiftungsmittel, die zweckgebunden für Honorierung wissenschaftlicher oder künstlerischer Arbeit oder zur Beschaffung wissenschaftlicher Arbeitsmateriale gegeben werden, sind von der Stiftung auf einem besonderen Konto zu verwalten und dürfen als verlorene Zuschüsse für den angegebenen Stiftungszweck gegeben werden.
  2. Stiftungserträge können als Forschungsmittel für Arbeiten im Sinne der Stiftung ausgegeben werden.
  3. Etwaige Gewinne dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Stifter dürfen keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Stifter auch keine sonstigen Zuwendungen aus mitteln der Stiftung erhalten.

 



§ 11

Ausschluss gewerblicher Betätigung

Die Stiftung darf keinen Gewerbebetrieb unterhalten und keine bezahlte Arbeit, die dem Zweck der Stiftung fremd ist, begünstigen.



§ 12

Änderung der Satzung

Zur Änderung der Satzung oder zur Verlegung des Sitzes der Stiftung an einen anderen Ort ist ein mehrheitlicher Beschluss des Kuratoriums und die Genehmigung der nach dem Stiftungsrecht zuständigen Behörde erforderlich.



§ 13

Dauer der Stiftung

  1. Kann der Stiftungszweck nicht mehr erfüllt werden, so kann das Kuratorium mit Zwei-Drittel-Mehrheit die Auflösung der Stiftung beschließen. In diesem Falle sind die gesamten Erträgnisse der Stiftung und ihre Vermögenssubstanz der Stadt Mainz zuzuwenden mit der Maßgabe, diese ausschließlich im Sinne des Stiftungszweckes zu verwenden.
  2. Beschlüsse nach § 13 Ziff. 1 bedürfen der Genehmigung der Aufsichtsbehörden.

 



§ 14

Aufsichtsbehörde

Staatliche Aufsichtsbehörde im Sinne dieser Satzung ist die Stadt Mainz, gegebenenfalls deren Rechtsnachfolger.

 
zurück